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Georgsmühle Oberallbach
Balbachstraße 1-3
97922 Lauda-Königshofen im Ortsteil Oberbalbach

für Zimmerreservierung
www.diegeorgsmuehle.de

Wohlan,liebe Enfieldfreunde,
sattelt Eure Stahrösser und
kommt zuhauf!
Die Georgsmühle bietet feste Unterkunft,
und auch zum Zelten ist genügend Platz
vorhanden. Camper können die sanitären
Anlagen der Georgsmühle nutzen.

....der tauberfränkische RE-Stammtisch




Schon wieder ist das Jahrestreffen vorbei. Wie schon vor vier Jahren bei bestem Wetter, selbst auf 1000 Meter Höhe war es warm.  Es wurde viel gefahren, wenig geschraubt. Das Hauptproblem war der gemeine Sonnenbrand.

Wir haben uns über alle Enfield begeisterten Besucher gefreut.























Das 11. offizielle Enfield Treffen hat vom 16.06 bis zum 18.06.2006 in
Schönenberg bei Schönau im Schwarzwald stattgefunden.


Der Dorfverein von Schönberg hat einen phantastischen Platz zum Zelten auf dem Fußballfeld zur Verfügung gestellt. Hoch über dem Wiesental auf der Matte konnten wir so hervorragend feiern. Der Service durch die Mitglieder des Vereins war bestens. Wir sind ihnen noch lange für das Essen und Trinken dankbar, das wir in viel zu großen Portionen genossen haben.

Besten dank.


Weitere Bilder im Internet
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www.enfield-wiki.de
www.w-650.de/iforum.htm
www.cbbc.de
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15.06.2006  Donnerstag

Ab 14:00 steht uns der Platz zur Verfügung. Das große Festzelt ist schon aufgetellt und die ersten Enfields sind auch schon eingetroffen.


Um 16:00 fahren wir an den Hauenstein zu einem großen Motorradtreffen in die Schweiz Das findet jeden Donnerstag statt). Aus gutem Grund kontrolliert die schweizer Polizei im Umkreis um das Treffen herum alle Motorräder. Diesmal wurde auf Reifen und Auspuffanlagen geachtet. Zumindest gab es nichts an unseren Enfields auszusetzen.






16.06.2006 Freitag

Gemeinsam führt Monika eine Gruppe von Enfields durch den Hotzenwald (80km).

Abends gibt es Gulasch in unanständig großen Portionen. Auch wenn es noch so lecker war, kaum einer schaft es seine Portion auf zu essen. Bier und Hefeweizen fließen in Stömen. Die Stimmung kann eigendlich nicht besser sein. Auf dem Platz ist ein ständiges Kommen und Gehen der unterschiedlichsten Motorräder. Nur wenige moderne Motorräder kommen auf den Platz gefahren, dafür aber viele schöne alte Engländerinnen.

Langsam wird es voll auf dem Platz. Die Motorräder müssen jetzt in zwei Reihen aufgestellt werden. Die Zelte finden auf dem Fußballfeld genügend Raum (Schnachsicher).


Hotzenplotz
das geht hier aber schnell um die Kurven

Herztranplantation ohne Beachtung der Blutgruppe

Meteor hat den weiten Weg aus Rendsburg gemacht










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17.06.2006 Samstag

Um 14:00 starten wir zur offizielle Ausfahrt .

Von Schönau fahren zwei Gruppen -Diesel und Gespanne- und Benziner getrennt los. Die Strecke ist so gewählt, daß beide Gruppen sich zweimal auf der Strecke begegnen. Es ist schon ein tolles Klangerlebnis, wenn eine große Gruppe Enfield an einem vorbei fährt. Von Bernau über den Schluchsee fahren wir nach St.Blasien.
Den Platz vor dem Dom teilen wir uns anfänglich mit einer Hochzeitsgesellschaft. Als es wieder an dem Rückweg geht, schaffen wir es noch uns für ein Gruppenfoto in einer Reihe vor dem Dom aufzustellen. (s.U.)





Perchè abbiamo affitato una macchina se c'è una INDIAN tanto bella?

Hinten Italienisch
Vorne Englisch

MOTO ENFIELD?

Möchtest du ein Eis?

Unsere Engländer : Gleich kann einer von den beiden eine blonde italienerin mit nach Hause nehmen.

Ein Eis und Schatten muß es jetzt sein

Nachdem die Hochzeits- gesellschaft abgezogen ist , machen auch wir uns wieder auf den Heimweg. Wir stellen uns vorher noch in einer Reihe vor dem Dom auf.

Die Stimmung auf dem Platz ist prima. Alle grinsen zufrieden. Entgegen allen Vorhersagen haben wir das schönste Sommerwetter. Manch einer hat sogar einen zünftigen Sonnenbrand. Bei Haxen und Bier wir der Abend wieder lang.



Das Lagerfeuer ist noch nicht angezündet. Schaun wir einfach mal entspannt auf ein Motorrad.

oder zwei

INDISCH-
DEUTSCH-
BRITISCH

JAPAN..


Diese bildhübschen Engländerinnen hat Peter aus Holland mit gebracht.


Oh je. Diese Kurvenfahrerei bring irgendwie den Gleichgewichtssinn durcheinander. Zum Glück gibt es schon Kaffee und Kuchen. Als die Brötchen kommen sind auch so langsam die Augen auf.

Ich hoffe, daß alle eine gute Heinfahrt haben. Für das Wetter im Rest der Welt können wir nicht. Über Baden und dem Schwarzwald zumindest scheint die Sonne.





Hilfe
Regen

Quatsch

die Sonne scheint

Sloper aus den 30igern

zum Fahren, der Besitzer war mit ihr auf der Ile of Man !! Respekt

Schon wieder dunkel?

Im Zelt ist es noch lange hell

Das Abenteuer Deutsches Royal Enfield Treffen 2006
von Marc Schieferdecker
veröffentlicht auf seiner Momapage



Das diesjährige Royal Enfield Treffen war in Schönau im Schwarzwald und für mich ein echtes Abenteuer. Nicht nur, weil ich noch nie eine so lange Strecke (hin und zurück ca. 1200 Km) auf der Enfield zurückgelegt habe, sondern auch weil ich ein paar "kleine" technische Probleme hatte.

Aber alles von Anfang an

Ich habe mich mit Johannes, einem anderen Enfieldtreiber aus Essen, kurz hinter Dortmund auf einem Rastplatz verabredet. Punkt 6 Uhr 30 will ich da sein, leider werde ich aber erst um zehn vor sieben wach es ist halt nicht meine Zeit. Aber macht ja nichts: Zähne geputzt, rein in die Motorradklamotten und los Richtung Bundestraße 1.

Direkt hinter der Auffahrt auf die B1 machen sie dann erstmal ein Foto von mir. Da ist sechzig und ich fahre ungefähr achtzig. Eigentlich nicht meine Art, aber ich muss ja etwas Zeit aufholen. Mal sehen ob ich Post bekomme. Ich denke aber eher nicht. Ich bin dann ziemlich schnell auf der A45 Richtung Frankfurt, da auf den Straßen dank Feiertag und früher Uhrzeit noch nicht viel los ist. Auf der Autobahn fahre ich dann so mit 90 km/h Richtung Süden, in der Hoffnung Johannes noch einzuholen. Eine Enfield fahren, heißt geduldig, gemütlich und gütig zu sein.

Ich bin gerade so ungefähr 20 km unterwegs, als plötzlich der Motor einen Ruck von sich gibt und noch wesentlich plötzlicher ein komisches, hämmerndes Geräusch ertönt. Fast panisch ziehe ich sofort die Kupplung und trenne den Kolben vom Antrieb und sofort geht die dicke Inderin aus. Ich rolle mit dem Gedanken an den Standstreifen: "Scheiße, das war's dann wohl mit dem Enfield Treffen für dich". Und dabei habe ich mich so auf das Treffen gefreut, gerade auch, weil ich hier in Dortmund niemanden kenne, mit dem ich mal über Enfield quatschen könnte.

Aber erstmal den Motor untersuchen: Na super. Es drückt Öl an der Zylinderkopfdichtung heraus und das Öl dampft sogar, sprich der Motor ist sehr heiß. Vermutlich viel zu heiß. Also erstmal Benzinhahn zu, Kippe raus, eine rauchen und die Gedanken ordnen. Gebrochenes Ventil kann nicht sein, sonst ginge jetzt gar nichts mehr, vielleicht die Ventilfeder vom Auslass? Es hat doch so komisch geklappert. Aber ich kann ja nicht hier auf dem Seitenstreifen der Autobahn die Karre auseinandernehmen und nachsehen?

Es hilft alles nichts. Ich muss weiter. Ich will weiter. Also rauf auf das Motorrad und mal testweise ankicken. Läuft noch, klingt jedoch sehr seltsam. Bei höheren Drehzahlen dengelt der Motor recht metallisch. Aber es hilft ja alles nichts und fahre vorsichtig los.

Die Enfield läuft ganz normal, hört sich aber grausam an und jeder Kolbenhub schmerzt. Die arme Enni.

Mir war zu dem Zeitpunkt schon klar, dass es etwas böses war, das da geschah. Ein Motor der so klingt, hat auf jeden Fall einen größeren Schaden.

Ich fahre einige Parkplätze an, um immer mal wieder nach dem Motor zu schauen. Äußerlich ist nur auffällig, das der Zylinderkopf an der rechten Seite etwas Öl durch die Kopfdichtung drückt. Glücklicherweise treffe ich dann auf einem Rastplatz endlich auf Johannes und seine Frau. Das gibt mir etwas Sicherheit. Wenn ich wirklich komplett liegen bleibe, dann bin ich wenigstens nicht ganz allein.

Auf der gemeinsamen Weiterfahrt sind wir dann erstmal pitschepatsche nass geworden, weil es zwischen Dortmund und Olpe ziemlich stark regnet. In meine Stiefel ist jede Menge Wasser gelaufen, weil ich es erst recht spät geschafft habe die Regenhose anzuziehen. Aber okay. Ist ja nur Wasser und wir sind ja auch nicht aus Zucker.

Wir tuckern dann ohne größere Probleme weiter auf der A45 und der A5 Richtung Frankfurt. Naja, bis auf den verdreckten Vergaser von Johannes, den er selbst sehr schnell wieder sauber gehabt hätte, aber der ADAC kommt zufällig vorbei und will das unbedingt für ihn machen. Nach 5 Minuten ist die Sache erledigt und Jo's Enfield nimmt wieder bereitwillig Gas an.

Kurz hinter Frankfurt fahren wir dann ab und per Landstraße Richtung Bundesstraße B3, die über Heidelberg und Karlsruhe bis nach Freiburg durchgeht. Bis auf einige losvibrierte Schrauben an Jo's Maschine, die aber schnell wieder festgezogen sind, kommen wir recht gut voran. Aber wir lassen uns Zeit, fahren ganz gemütlich und machten oft halt und später einen etwas längeren Stop, um etwas zu essen.

Inwischen ist es ziemlich heiß geworden: Es sind ca. 33°, was dazu führt, das die Nässe durch den Regen nun durch Schweiß ersetzt wird. Aber ich will mich nicht beschweren. Besser als Regen ist es allemal.

Ich muss in Freiburg etwa einen halben Liter Öl nachkippen, was auch sehr ungewöhnlich ist. Meine Enfield verbraucht sonst fast gar kein Öl.

Besonders gewurmt hat mich an der Sache übrigens, dass ich die Maschine zwei Tage vorher extra noch zur Inspektion gebracht habe, wo ihr ein neuer Ölfilter und neues Öl spendiert wurde. Auch das Ventilspiel wurde kontrolliert, was ich nach dem Motorausfall auf einem Rastplatz auch nochmal gemacht habe, Ergebnis: Wenig bis gar kein Spiel - was bei der Enfield richtig ist, denn die wird im kalten Zustand auf Nullspiel eingestellt.

Von Freiburg bis Schönau ist es dann nicht mehr weit, wir müssen nur noch ein paar Berge überwinden, dann ist es geschafft. In Schönau trennen wir uns, weil ich meine Freundin Anja noch abholen will, also fahre ich zur Pension und Johannes mit seiner Frau zum Treffen in dem etwas höher gelegenen Dorf Schönenberg.

Anja ist übrigens mit dem Auto gefahren, weil ich noch keine Einzelsitze habe und ihr die Sitzbank hinten für lange Soziusfahrten zu unbequem ist. Rückblickend gesehen war die Entscheidung getrennt zu fahren absolut richtig. Wer weiß, wie der Motor im Soziusbetrieb reagiert hätte.

Ein kurzer Blick auf die Uhr und ein wenig Kopfrechnen, was noch gerade so klappt, erschreckt mich ein bischen: Es ist 23 Uhr und wir sind somit 16 Stunden Motorrad gefahren. Dementsprechend fühle ich mich auch. Die Knie schmerzen, der Schädel brummt, aber sonst ist alles in Ordnung und ich bin sogar recht zufrieden - trotz der Probleme.

Glücklicherweise ruft mich Johannes dann noch an und rät mir, erst morgen früh auf das Treffen zu kommen. Es sei eine etwas abenteuerliche und steile Schotterpiste bis dorthin und ich würde es ihm danken, die Strecke erstmal im hellen zu fahren. Recht hatte er, wie ich am nächsten Morgen festgestellt habe.

Ich habe dann schnell geduscht, wobei ich bemerkte, dass ich mir an den Händen einen ganz schönen Sonnenbrand zugezogen hatte, weil ich eine Zeit lang ohne Handschuhe gefahren bin - das sah vielleicht dämlich aus, die Hände feuerrot, und der Rest käseweiß. Dann bin ich ins Bett gefallen und habe mir noch ein Bier getrunken. Eigentlich wollte ich noch eins trinken, was aber nicht mehr geklappt hat. Fix und alle habe ich geschlafen wie ein Stein.

Am nächsten Morgen bin ich dann alleine auf das Treffen gefahren, da Anja ihre Großeltern besucht hat, die ebenfalls im Schwarzwald waren um die schöne Gegend dort zu genießen. Das Treffen ist an einem Sportplatz auf einem Berg im Ort Schönenberg sehr ideal gelegen. Keiner geht den Anwohnern großartig auf die Nerven, da die nächsten Häuser ungefähr einen Kilometer entfernt sind und der Platz ist eben und ideal zum Zelten. Auch für Getränke und Gastronomie ist gesorgt und das bei sehr fairen Preisen und üppigen Portionen.

An dieser Stelle ein großes Lob und vielen Dank an den Veranstalter Zweirad Diewald, die Organisation war wirklich super und alles verlief ruhig und reibungslos.

Ich bin um ungefähr zehn Uhr auf den Platz gefahren, da waren schon bestimmt 40 Enfields vor Ort, ein grandioses Bild, fast erhebend und ich erinnere mich an den Satz aus dem Film "Ballermann 6, als die beiden Hauptdarsteller auf Mallorca ankommen: "Entlisch normaaale Leute". Es sind wirklich sehr ansehnliche Maschinen dabei und mir fällt auf, dass es fast keine zwei gleiche Enfields gibt. Viele richten sich die Maschine im Laufe der Zeit nach ihrem persönlichen Geschmack ein, nehmen Verbesserungen und Veränderungen vor.

Nach einigen interessanten Gesprächen und einigen Mutmaßungen zu meinem Motorproblem entschließe ich mich dann doch die 80 Km Tour mitzufahren, die für halb zwei angesetzt ist. Sehr spaßige Tour, da ein ordentliches Kurventempo vorgelegt wird und dank der zahlreichen Kurven ist es für mich unproblematisch mitzufahren, da die Geschwindigkeit nicht über 80 Km/h steigt. Ich halte mich dennoch beim Beschleunigen sehr zurück, um nichts zu riskieren.

Bei der Tour habe ich einiges gelernt über das Fahren in der Gruppe und über Schräglage mit der Enfield. War auf jeden Fall eine gute Sache und auch landschaftlich sehr ansprechend.

Wer als Motorradfahrer gerne enge Kurven zwischen steilen Wänden fährt, dem möchte ich den Schwarzwald wirklich ans Herz legen. Eine tolle Gegend und schöne Strecken. Auch die Unterkünfte sind gut und günstig, die Leute nach meinem persönlichen Eindruck sehr nett. Wir sind für 20 Euro pro Nacht und Person in einer privaten Pension untergekommen. Doppelbett, Dusche und Frühstück, was will man mehr? Aber nächstes Jahr versuche ich es doch mal mit dem Zelt. Ich muss endlich meine Abneigung gegen das Zelten überwinden, der Nachteil ist nämlich: Du kannst abends nichts trinken, weil du noch zur Pension fahren musst.

Die 160 Km Tour am Samstag habe ich mir allerdings geschenkt, da ich den Motor schonen wollte. Schade, ich wäre gerne mitgefahren, aber man sollte sein Glück nicht herausfordern. Am Samstag Mittag habe ich nämlich einen echten Enfield Schrauber Profi probehören lassen (danke Jochen!). Diagnose: Ich hatte einen Kolbenklemmer. Das bedeutet: Zylinder neu oder auf Übermaß hohnen und einen neuen Kolben. Mit Pech vielleicht noch ein neues Pleuel. Wir haben dann noch die Ventile und die Ventilfedern kontrolliert, wenigstens ist da alles okay gewesen. Der Kolbenklemmer erklärt auch den hohen Ölverbrauch meiner dicken Inderin. Auf die Nachfrage hin, ob ich es denn wohl noch nach Hause schaffen würde, wird mir versichert, dass es kein Problem sei, wenn ich langsam fahre und natürlich regelmäßig das Öl auffülle.

Ein Highlight am Samstag ist die Fahrt der Enfield von ich glaube 1924. Es ist immer wieder erstaunlich, wie so alte Technik heutzutage noch so tadellos funktioniern kann. Und als die Enfield Armee Maschine aus dem zweiten Weltkrieg nach vielen Tritten endlich zum Leben erweckt wird, sind auch alle - mich eingeschlossen - sehr begeistert. Überhaupt sind am Samstag einige wirklich seltene und schöne Enfields zu bestaunen.

Anja und ich bleiben dann noch bis ungefähr 22 Uhr und unterhalten uns mit vielen netten Leuten und lassen den Tag so entspannt ausklingen.

Samstag war der Tag, an dem die meisten Leute da waren. Ich schätze es waren zur Spitzenzeit am Samstag Nachmittag wohl 60 Maschinen und ca. 100 Leute vor Ort. Schön war auch, dass es nicht nur Enfields, sondern auch andere Engländer und sogar ein paar Japaner auf's Treffen geschafft haben.

Am Sonntag bin ich dann um kurz vor 8 aus den Federn und nach dem Frühstück losgetuckert. Erst Landstraße Richtung Freiburg und in Freiburg dann auf die Autobahn Richtung Frankfurt.

Ich halte die Geschwindigkeit immer so zwischen 80 und 90, aber es ist trotzdem kein schönes Fahren. Der Motor nagelt dermaßen, dass jeder Hub "in der Seele weh tut". Ich werde auch ein paar mal angehupt von LKW und ein Busfahrer macht zu mir eine recht eindeutige Geste.

Vielen Dank für eure Rücksicht liebe Mitbürger! Könnt ihr nicht lesen? Es hängen auf den Autobahnen doch jetzt diese tollen Schilder rum: "Fairplay on the Autobahn!". Die Welt zu Gast bei Arschlöchern, habe ich mir nur gedacht. Es gibt halt immer Einige, die keinerlei Verständnis für Andere aufbringen wollen. Schade.

Mehrheitlich habe ich aber keine Probleme. Wenn ich kann, weiche ich immer auf den Seitenstreifen aus und lasse die LKW an mir vorbeiziehen. Mehr kann ich nicht tun. Außerdem: Es ist ja nicht so, als würde ich 60 fahren. Ich habe schon meine 80 Km/h drauf, aber das ist für die rechte Spur an einem Sonntag wohl doch noch zu langsam.

Ich halte natürlich ziemlich oft an, um den Ölstand zu kontrollieren und zu korrigieren. Und ja: Sie frisst Öl, wie der fette Kater meiner Schwester das Futter der Nachbarskatze.

Hinter Frankfurt kann ich mich für etwa 10 Km hinter einen alten Unimog hängen, der auch nur 80 fährt, das ist recht entspannend aber nicht gut für die Lunge. Der Unimog haut dermaßen Schmocke hinten raus, dass mir ganz anders wird. Als mir schon ein wenig schwummerig ist - kann aber auch nur Einbildung sein - überhole ich ihn vorsichtig und kann endlich wieder frei atmen. Den Unimog hupt aber seltsamerweise niemand an.

In Siegen habe ich dann die Schnauze voll und fahre von der Autobahn ab, auf die Landstraße. Ab jetzt wird es richtig stressfrei. Autobahn ist einfach nur zum kotzen. Über die Landstraße fahre ich dann Richtung Siegen. In einem kleinen Dorf, wo gerade ein Haus brennt, kommt mir dann noch eine Enfield entgegen. Fahrer und Maschine sind mir aber gänzlich unbekannt.

Die Landstraßentour durch meine Heimat - das Sauerland - ist dann überraschenderweise sogar noch richtig schön. Ich fahre von Siegen nach Olpe über Finnentrop und Sundern nach Balve. Dort will ich meiner Mutter noch zum 50zigsten gratulieren, aber meine Eltern sind leider selbst noch unterwegs. Dann fahre ich durch das Hönntal nach Unna und dann weiter nach Dortmund.

Das Motorrad habe ich direkt zur Werkstatt gefahren und dort abgestellt. Der Werkstattinhaber war zufällig da und wir haben das Problem direkt besprochen. Auch er meinte sofort "Kolbenklemmer oder Kolbenkipper".

Nach 12 Stunden habe ich es also nach Hause geschafft. Meine einzige Sorge ist nun noch, dass die Reparatur auf Gewährleistung geht. Ich habe das Mopped ja noch nichtmal ein Jahr und neuer Kolben und Zylinder sind nicht gerade billig. Letztendlich werde ich aber so oder so nochmal in die Tasche greifen müssen, da die Kolbenklemmer auch schon bei anderen Enfield Fahrern vorgekommen sind und auf thermische Probleme zurückzuführen sind. In Indien fährt eine Enfield selten über 60. Dann kommt das nächste Schlagloch, die nächste Kuh, oder der nächste Tourist. Hier in Deutschland könnte man die Enfield theoretisch dank unserer manchmal guten Straßen auf 120 Km/h treiben, was aber die wenigsten machen. Aber selbst bei 90 Km/h - auf der Autobahn eine noch erträgliche Reisegeschwindigkeit - kann es eben unter gewissen Umständen zu einer Überhitzung kommen. Ich muss also stärkere Ölpumpen verbauen, vielleicht noch einen Aluminiumzylinder statt dem Grauguss und eventuell einen moderneren Kolben.

Mein persönliches Fazit

Es war ein sehr abenteuerliches verlängertes Wochenende. Es gibt glaube ich nur eine Sache, die schlimmer gewesen wäre - ein Kolbenfresser. Dann hätte ich nämlich gar nicht mehr zum Treffen fahren können. Und das hätte mich rückblickend schon sehr geärgert, denn das Treffen hat mir sehr gut gefallen: Nette Menschen, super Wetter und ich habe einiges gelernt. Und ich bin mit einem Kolbenklemmer 1400 Km gefahren. Wenn das mal keine reife Leistung ist. Ich werde bei Gelegenheit noch einige Bilder nachreichen.

Aber das wichtigste, dass ich bei dieser Tour gelernt habe: Trust your bike. Wo du auch hinwillst. Die Enfield wird es schon schaffen. Du kommst vielleicht nicht schnell an, aber du kommst an.

In diesem Sinne bis zum nächsten Jahr - wo auch immer!

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Familie auf Zeit
11. Enfieldtreffen in Schönenberg/Schwarzwald
Bericht von
Ulli Wiggers
für die Clubzeitschrift des CBBC


Bereits im vergangenen Jahr beim 10. Treffen in Vilchband bei Flo Nytz im herrlichen Taubertal stand für mich fest - und ich glaube für viele andere auch -, dass ich dieses Jahr in den Schwarzwald fahren würde. Der Enfieldhändler Wolfgang Diewald und seine Frau Monika (eine gute Tradition, dass die Enfieldtreffen oft von den engagierten Händlern ausgerichtet werden) hatten die verlockende Einladung ausgesprochen. Natürlich wollte ich die Strecke per Landstraße bewältigen und diesmal mit dem Gespann fahren. Zwei Tage Urlaub waren dafür schon Anfang des Jahre beantragt und ich fieberte diesem Wochenende entgegen.
Aber alles der Reihe nach.
Mit dem Gespann besuchte ich das Treffen in Rheden (wie immer eine tolle familiäre Stimmung - leider total besch.... Wetter mit viel Regen und Sturm). Auf der Rückfahrt drückte mein Motor das Öl aus allen Fugen und Ritzen. Na ja, dachte ich, dann baust du halt noch mal neue Dichtungen ein bevor es in den Schwarzwald geht. Boot abgeschraubt, Moppet auf den Bock geschoben, Tank ab und Zylinderkopf abgenommen. Dann traf mich der Schlag! Der Zylinder wies tiefe Riefen auf und war auf jeden Fall fällig für einen neuen Schliff. Jochen Sommer half mir wie immer mit einer schnellen Lieferung der erforderlichen Ersatzteile. So konnte ich in der letzten Woche vor dem Enfieldtreffen noch die ersten 500 km abspulen, danach den Kopf nachziehen und einen Ölwechsel machen. Somit war dann doch noch Alles auf den letzten Drücker fertig geworden.
Kurz vor meinem Aufbruch in den Schwarzwald rief mich der Klaus aus Pfungstadt an und wollte wissen, ob ich auch zum Treffen käme. Er bot mir eine Übernachtungsmöglichkeit für die Hin- und Rückfahrt an. Dankend nahm ich an.
Am Donnerstagmorgen fuhr ich dann meine Lieblichstrecke über Kölsch-Büllesbach nach Altenkirchen. Leider im strömenden Regen und ich musste zweimal etwas Wasser aus dem Vergaser entfernen - aber der Motor lief ansonsten prima - nur ab und zu rutschte die Kupplung. Von Altenkirchen aus fuhr ich nach Koblenz um dann rechtsrheinisch direkt am großen Strom gen Süden zu fahren. Unterwegs traf ich auch schon das erste "Familienmitglied"  mit seiner Enfield-Diesel samt Einspuranhänger der, mit einem Zwischenstopp in Darmstadt, ebenfalls auf dem Weg zu Treffen war. Als ich dann in die Nähe von Bad Rüdesheim kam, ließ der Regen endlich nach und langsam kam die Sonne raus. Es wurde richtig warm. Bei mir stellten sich schnell Urlaubsgefühle ein. Die Maschine schnurrte und ich wurde jetzt nicht mehr von Außen sondern mehr von Innen nass. Mit der Fähre ging es über den Rhein und Richtung Pfungstadt. Beim Klaus angekommen konnte ich sofort unter die Dusche springen und wir verbrachten einen tollen Abend in seiner (genialen) Werkstatt. So manches "Geheimprojekt" wartet da noch auf die Fertigstellung - Ihr könnt wirklich gespannt sein!
Am nächsten Morgen ging es kurz über die Autobahn bis Baden-Baden, von da ab nur noch die schönsten Straßen durch den Schwarzwald bis nach Schönenberg.
Viele waren bereits da, Jochen meinte : "...der Trend geht eindeutig zur frühzeitigen Anreise". Das Treffen fand auf dem Gelände des FC Schönenberg statt und viele Mitglieder dieses Clubs engagierten sich an diesem Wochenende dafür, uns den Aufenthalt in dieser traumhaften Umgebung so angenehm wie möglich zu machen.
Nach und nach kamen viele alte Enfield-Hasen und diese "Familie auf Zeit" ist für mich immer wieder ein ganz besonders Erlebnis. Kein Stress, keine Randale, alles sehr harmonisch und viele, viele Individualisten. Das ist wohl das Geheimnis dieser Enfieldtreffen und auch der Schlüssel zu ihrem Erfolg. Aus allen Teilen Deutschlands, der Schweiz, Holland (mit eigenem WM-Fanclub) und England waren sie angereist, auf ihren total individuellen Maschinen.
Einzig mein lieber Freund Volker aus Hamburg tauchte diesmal nicht auf (ich hoffe, es geht dir gut, Volker!). Somit war mir die Aufgabe zugefallen, diesen Artikel zu schreiben (das hat der Volker sonst immer mit Bravour gemacht).
Abends wurden wir mit tollen Speisen verwöhnt, das Bier schmeckte und viele intensive Gespräche wurden geführt. Das Wetter hielt sich auch und harmonierte gut mit der grandiosen Kulisse des hoch gelegenen Platzes.
Am Samstagnachmittag fand eine Ausfahrt der besondern Art statt. Monika und Wolfgang teilten die Fahrzeuge in eine Benziner- und eine Diesel/Gespanngruppe ein. Die beiden Gruppen fuhren eine achtförmige Strecke entgegengesetzt, so dass sich die Gruppen zweimal begegneten. Das war schon toll, wenn man einer großen Gruppe von Enfields mit dem entsprechenden Sound auf der Straße begegnete.
Kurz bevor die Ausfahrt begann, traf auch noch unser Präsident, der Lonni, auf dem Platz ein. Ich fand das eine super Idee von ihm, sich ein Enfieldtreffen einmal live anzusehen. Ich glaube, er war auch ziemlich beeindruckt von dem Ganzen.
Wir machten in St. Blasien einen Zwischenstopp. Kaffee und Eis wurden geordert - es blieb auch noch Zeit, den wunderschönen Dom zu besichtigen. Dort fand gerade ein prächtige Hochzeit statt und für das Hochzeitsfoto ließ sich das Brautpaar inmitten der Enfields ablichten.
Für dieses wunderbare Treffen gilt unser Dank ganz besonders den beiden Diewalds und all´ den freundlichen Helferinnen und Helfern (das würde sich so mancher Ausrichter eines CBBC-Treffens wohl auch wünschen).
Sonntag ging es nach einem ausgiebigen Frühstück auf die Heimreise. Klaus und ich nahmen den Weg über den Feldberg - und meine Kupplung machte sich deutlich durch Rutschen im vierten Gang bemerkbar. Auf schönen Straßen glitten wir durch den Schwarzwald und kamen durchgeschwitzt in Pfungstadt an. Abends gingen wir noch gemeinsam mit Klaus Frau Inge essen (herzlichen Dank noch mal für die Gastfreundschaft).
Am Montag dann zurück den Rhein hinauf und was soll ich sagen, ab Bobbard regnete und gewitterte es wie auf der Hinfahrt und erst hinter Altenkirchen hörte es allmählich wieder auf. Dafür rutsche meine Kupplung um so öfter und nur durch umsichtiges Fahren schaffte ich es bis in meine Garage.
Fünf Tage und 1300 km tolle Straßen lagen hinter mir. Es war ein herrlicher Kurzurlaub mit vielen bleibenden Eindrücken.
Ich freue mich heute schon auf das 12. Enfliedtreffen - wo und wann es genau sein wird konnte ich noch nicht in Erfahrung bringen - aber stattfinden wird es ganz gewiss und Ihr werdet darüber hier in der Info  informiert.

Ulli Wiggers

Bild 1        warten auf die da noch kommen
Bild 2        in diesem Seitenwagen bleibt jedes Auge trocken   
Bild 3        was für ein Platz!
Bild 4        was wird wohl öfter geknipst?
Bild 5        mir lasse de Dom in St. Blasien
Bild 6        that sounds
Bild 7        die trauen sich was
Bild 8        bei der Konkurrenz wird jeder Ferrarie blass
Bild 9        schnell in die Eisdiele
Bild 10    ein Reiter und sein Ross von der Insel


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Tourenvorschläge von www.zweirad-diewald.de für den südlichen Schwarzwald zum Royal-Enfield Deutschlandtreffen Juni 2006



"Wer durch Schwaben reist, der sollte nicht vergessen, auch ein wenig in den Schwarzwald hineinzuschauen; nicht der Bäume wegen, sondern wegen der Leute, die sich von anderen Menschen ringsumher merkwürdig unterscheiden." So beginnt Willhelm Hauff das Märchen vom gläsernen Herz.
Im südlichen Schwarzwald, bei uns sonderbaren Menschen, im größten zusammenhängenden Naturschutzgebiet Deutschlands, findet dieses Jahr das Royal- Enfield-Treffen statt.
Im Winter ist der Schwarzwald ein beliebtes Skigebiet, im Sommer ein Feriengebiet, das ruhige Erholung und vielfältige sportliche Aktivitäten bietet.


Feldberg, Kandel, Schauinsland, Belchen und Blaue sind die Gipfel des südlichen Schwarzwaldes. Im Höllental, Glottertal, Kandertal, Münstertal und Wiesental liegen zahlreiche einsame alte Schwarzwaldhöfe aus Holz, die tiefgezogenen Dächer mit Holzschindeln gedeckt. Überall wird noch Schnaps gebrannt und Speck hergestellt. Holz und Viehwirtschaft prägen noch immer die Landschaft.

Ende Juni beträgt die Durchschnittstemperatur im Rheintal mehr als 20°C , auf dem Feldberg sind es dagegen nur 12 °C.

Das Essen und Trinken im Markgräflerland im Rheintal ist durch die französische Küche im Elsass beeinflusst.  In Straußenwirtschaften wird der regionale Wein Roter Burgunder und weißer Gutedel zum Flammkuchen, Bibeleskäs oder Fleischsalat angeboten.
Im Schwarzwald geht's deftiger zu. Hier wird auch Bier (Tannenzäpfle) und Schnaps (Kirsch, Topinambur) getrunken, Schlachteplatte, Speck und selbstgemachtes Brot sind die Spezialitäten. Die Schwarzwälder Kirschtorte muss es schon mal am Nachmittag sein.

Für Ausflüge im den südlichen Schwarzwald und den Hotzenwald  könnten wir uns eine ganze Woche Zeit lassen, dann sind wir immer noch nicht in den Vogesen und der nahen Schweiz gewesen.




Von Freiburg führt die zweispurig gut ausgebaute B31 schnell über den Schwarzwald. Zwischen Falkensteig und Hinterzarten liegt der Hirschsprung. Das Tal ist so eng, dass dort die Hirsche den Jägern durch einen gewagten Sprung über das Tal entkommen können. Im Verlauf der Serpentinen kurz vor Hinterzarten gibt es eine 180° Kurve um einen Felsen herum. Mit einem Gruß an Sven Hannawald und Martin Schmidt fahren wir rechts an den Ski-Schanzen vorbei. Die B31 verlassen wir bei Titisee. Dort kaufen wir allen noch schnell eine Kuckucksuhr. Auf der K4962-Bruderhalde fahren wir ganz alleine durch das ruhige Bärental. Am Ende kommen wir in Bärental an der B500 an. Geradeaus geht's zum Schluchsee, nach rechts über den Feldberg nach Schönau zum Enfield Treffen. Wir fahren  aber erst mal zweimal nach links. Dort beim Bahnhof ist nämlich der Gescheite Beck. Hier wird alle zwei Jahre ein großes Oldtimertreffen abgehalten. Wir danken dem Wirt,  in dem wir kurz noch Kaffee und Kuchen zu uns nehmen und in den Oldtimerzeitschriften blättern. Vielleicht besuchen wir noch seine Schnapsbrennerei und fahren dann mit einem leckeren Kirschwasser oder einem Topinambur im Gepäck weiter. Rauf geht es nach Feldberg auf 1400 Meter. Links und recht sind Ski-Lifte zu sehen,  schon geht's wieder bergab nach Todtnau.
Augen auf! Die Straße ist begab nicht leicht zu fahren. Schnelle gerade Passagen enden unvermittelt in scharfen Kurven. Dazu ist man bei gutem Wetter auch noch abgelenkt, denn geradeaus ist ein grandioses Alpenpanorama zu sehen. Jetzt sind wir auch schon im Wiesental angekommen. Ab hier sprechen die Leute einen dem Schwyzerdütsch ähnlichen Dialekt. Da wir sowieso nicht mehr verstehen fahren wir einfach weiter bis nach Schönau. Wolfgang und Monika warten schon.



Anfahrt über den Schauinsland (WE und Feiertag gesperrt)

Von der B31 mitten in Freiburg geht's rechts in die Günterstalstraße auf die L125. Durch den Ortsteil Günterstal mit einer einspurigen Tordurchfahrt, die wir uns auch noch mit der Straßenbahn teilen müssen, geht es in den Schwarzwald. Die Holzschlägermatte war mal ein berühmter Motorradtreffpunkt. Jetzt steht da ein monströses Windrad, dafür gibt es aber keine Gastronomie mehr. Oben auf dem Schauinsland lohnt es sich den Parkplatz anzusteuern. Während die Auspuffanlage leise tickert, steigen wir das kurze Stück nach links auf den Schauinsland- Aussichtsturm und genießen bei gutem Wetter den Ausblick nach Süden auf die Alpen, nach Westen zu den Vogesen hin.
Weiter geht es auf der L125. In den sanften Kurven können wir unsere Enfields mal richtig laufen lassen, bis wir am Notschrei scharf nach rechts abbiegen und auf der L126 Richtung Totnauberg weiter nach Totnau hinunter fahren. Hier biegen wir nach rechts auf die L137 Richtung Schönau ab und sind auch bald da.



Diese Ausfahrt ist von der Kilometerzahl nicht lang, hat es aber in sich, da mehrfach erhebliche Höhenmeter zu bewältigen sind.
Von Schönau geht es frisch getankt nach Süden Richtung Lörrach. Nach 3 Kilometern biegen wir in Wembach  bei der Firma HELLA (brauchen wir schon wieder neue Blinkergläser?) nach rechts auf die L131 ab in Richtung Müllheim - Badenweiler. Es geht am Nordhang des Belchen hinauf bis wir bei Böllen auf der Höhe angekommen sind. Den Belchen im Rücken geht es jetzt bergab nach Neuenweg. Dort geht's nach rechts bergauf.
Oben auf der Passhöhe liegt das Gasthaus Haldenhof.



Hier geht's scharf nach rechts ins Untere Münstertal und nach Staufen hinunter. In der zweiten scharfen Rechtskurve fahren wir geradeaus auf einen kleinen abenteuer- lichen Waldweg, der uns auf die  Kälbelescheuer führt. In dieser pituresken  Almwirtschaft gibt es erst mal richtig lecker was zu Essen. Dermaßen gestärkt rollen wir einige Kilometer ohne Motor bergab bis zur Landstraße zurück. Wir wollen nicht unnötig die Ruhe des Waldes stören!

Nach links, etwas Abwechslung muss sein, weiter bergab ins untere Münstertal nach Staufen. Am unteren Ortsrand von Münstertal, nach rechts abbiegend, kann man in der ehemaligen Schokoladenfabrik GUBOR noch immer im Werksverkauf einkaufen. Die Satteltaschen voller Schokolade fahren wir weiter ins Rheintal.
In Staufen biegen wir ab auf den Parkplatz. Der Dorfkern von Staufen ist verkehrsberuhigt, also müssen wir durch Staufen laufen, bis zur Staufener Burg. Auf dieser hat Goethes Dr. Faust gearbeitet. Sie ist aber nicht durch seine alchemistischen Experimente sondern durch die Schweden im Dreißigjährigen Krieg zerstört worden. Unterhalb der Burg gibt es eine gute italienische Eisdiele. Wieder gestärkt, die Füße wund vom Laufen durch Staufen und die Satteltaschen voller geschmolzener Schokolade geht's wieder zurück.
Das obere Münstertal wird geradeaus unter die Räder genommen. Hier ist vor 1400 Jahren der irische Mönch Trudbert erschlagen worden. Jetzt steht hier ein barocke Klosteranlage.
Das obere Münstertal weiter ist Schönau ausgeschildert.

Wir könnten in der ersten scharfen Rechtskurve über Stohren auf den Schauinsland fahren, diese Strecke ist sehr schmal, sehr steil, sehr anspruchsvoll (1.Gang). Die Strecke über Notschrei-Totnauberg und Totnau ist auch sehr schön.

Oder wir bleiben auf der L123 bis wir an der Passhöhe ankommen. Dort geht's wieder nach rechts und wir fahren wieder auf gleicher Höhe am Belchen entlang. Auf den Belchen kommt man nur noch zu Fuß. Die Seilbahn zu nehmen lohnt sich nicht, ist auch zu teuer. Das Geld investieren wir besser in unsere Linie. In Multen gibt es den Gasthof Belchen-Multen. Dort auf der Bank am Kachelofen oder auf der Bank vor dem Haus essen wir unsere Tagesdosis Schwarzwälder Kirschtorte.  Nach Schönau sind es nur noch 5 Kilometer.





Der Dom von St Blasien von 1783 ist die dritt größe Kuppelkirche in Europa.
Wir werden am Samstag in mehreren Gruppen hier her fahren und uns vor dem Dom etwa um diese Uhrzeit sammeln.


Schönau verlassen wir in Richtung Feldberg. Bei Geschwend fahren wir die B317 nach rechts ab. Sanft geht es bergauf nach Bernau und weiter nach St Blasien. Auf halber Strecke nach Hausern geht's nach rechts. Es ist ein Alb-Traum. Gleich hinter dem Ortsrand von St Blasien im Kreisverkehr gehts nach rechts ins Albtal. Am Stausee vorbei ist die Strecke ist sehr schön und vor allem ist sie sehr wenig befahren. Bei Albbruck kommen wir am Hoch-Rhein und an der Schweizergrenze an. Nach rechts auf der B34 Richtung Bad Säckingen geht's weiter. Laufenburg am Rhein ist die kleinste Stadt Deutschlands, fast hätten wir sie übersehen. Aber waren wir nicht vor 2 Jahren schon einmal in der kleinsten Stadt Deutschlands? (Blankenberg an der Sieg)
Die 200 Meter lange hölzerne Brücke, die von Bad Säckingen über den Rhein in die Schweiz führt, ist wirklich sehenswert. Die Geschichte vom Trompeter ist nur was für Romantiker. 5 km hinter Bad Säckingen gilt es, die Abfahrt nach Wehr B518 nicht zu verpassen. Die Abfahrt geht nach links von der Schnellstraße ab. Wir müssen doch nach rechts. Durch Wehr geht es geradeaus, durch die verkehrsberuhigte Zone auf die L148. Jetzt geht es das Wehra Tal entlang. Das Tal ist so eng, dass man Rechtskurven nicht einsehen kann, fast berührt der Helm die Felswand. Erst bei Giersbach öffnet sich das Tal und wir sehen wieder die Sonne. Bei Todtmoos geht's über Präg nach Schönau zurück.




In Freiamt, 25 km nördlich von Freiburg, findet zeitgleich zu unserem Treffen die größte Oldtimerveranstaltung auf deutscher Seite in Südbaden statt. Mehr als 500 Auto und Motorradveteranen sind zum Veteranen Festival Südbaden in Freiamt gemeldet. Am Samstag sind die Fahrzeuge ab 9:30 zur 12 Breisgau-Veteranen Rallye unterwegs.

Von Schönau aus geht es auf der B317 über Todtnau, Feldberg nach Bärental. Dort nach links ab durch das Bärental nach Titisee. Gerade aus weiter nach Neustadt. Am Krankenhaus nach links das Jostal hinauf, kommt man auf die B500. Dort wieder nach links Richtung Breitnau, geht es nach 3 Kilometern nach rechts über St. Märgen und St. Peter weiter. Hinter St. Peter führt der Weg über den Kandel (1200 Meter hoch) nach Waldkirch ins Tal. Dieser Streckenabschnitt ist spektakulär, enger können Kurven gar nicht mehr sein. Unten im Tal angekommen in Bleibach geht es  geradeaus weiter nach Freiamt-Mußbach. Irgendwo hier auf einer Wiese stehen die 400 Oldtimer am Sonntag herum (10:00-13:00 Ausstellung, 14:00 Parade historischer Rennfahrzeuge).



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